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Belichtungsmessung

Der im Kamerakörper integrierte Belichtungsmesser ist für zwei Messarten umschaltbar:

  • Mittenbetonte Integralmessung
  • Spotmessung

Bei der Integralmessung werden der zentral gewichteten Siliziumzelle vier weitere Messzellen zugeschaltet, die auf verschiedene Punkte im Bildfeld ausgerichtet sind. Damit wird zum einen eine stärkere Gewichtung der unteren Bildhälfte erreicht und zum anderen das durch den Sucherschacht einfallende Fremdlicht weitgehend kompensiert.

Mattscheibe im Lichtschachtsucher

Auch mit diesem ausgeklügelten Belichtungsmesssystem kann bei schwierigen Lichtverhältnissen auf eine Graukarte (als neutraler Anmesspunkt) und einen Handbelichtungsmesser nicht verzichtet werden.

Die Integralmessung wird vorwiegend bei gleichmässig ausgeleuchteten Motiven, die Spotmessung bei Gegenlichtaufnahmen und besonders kontrastreichen Motiven angewendet.

Die Belichtungsmessung durch das Objektiv ist besonders vorteilhaft bei Anwendung der Schärfendehnung, da der hierbei entstehende Lichtabfall automatisch mitgemessen wird.

Auch im Nah- und Makrobereich (z.B. bei Retrostellung des Objektivs) ist keine Belichtungskorrektur notwendig.

Aufhellblitz - "Fillin"

Das Bild wird gezielt unterbelichtet:
    1 - 2 Blendenstufen für mittlere Wirkung
    3 - 4 Blendenstufen für starke Wirkung
Das fehlende Licht wird dann vom Blitzgerät geliefert. Dieses muss über eine TTL-Messung (Trough The Lens) verfügen.

Je länger die Belichtungszeit, desto grösser wird der Anteil des Fremdlichtes und desto kleiner der Anteil des Blitzlichtes.

Durch die begrenzte Reichweite des Blitzgerätes wirkt das Blitzlicht hauptsächlich auf den Vordergrund des Fotos. So kann gezielt eine Mischlichtszenario erzeugt werden:
    Hartes Blitzlicht im Bildvordergrung
    Weiches natürliches Licht im Bildhintergrund
Solche Mischlichtbilder können auch bei Belichtungszeiten länger 1/30 sec ohne Stativ gemacht werden, da die Leuchtdauer des Blitzes meist unter 1/10000 sec liegt.
Im Wirkungsbereich des Blitzes (Vordergrund) besteht also keine Gefahr von Verwacklungsunschärfen.

Tip: Nicht zu stark abblenden (Blenden zwischen f 4 und 8), da sonst die Leistung des Blitzgerätes nicht ausreicht.

Durch "Mitziehen" der Kamera mit einem bewegten Vordergrundmotiv kann eine Bewegungsunschärfe im Bildhintergrund erzielt werden.
Bedingt durch die kurze Leuchtdauer des Blitzes bleibt das Vordergrundmotiv scharf gezeichnet und wirkt in seiner Bewegung wie eingefrohren.

Belichtungsdaten Bild oben:
Blende f 8, Verschlusszeit 1/2 sec
Unterbelichtung ohne Aufhellblitz 3 Blendenstufen
Aufhell-Blitz (Fillin)
Filmempfindlichkeit 200 ASA
© made4you

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